Die Mysterious Mr. Lorre Tour 1

Peter Lorre, im Juni 1904 als Ladislav Loewenstein in Rózsahegy geboren, 1964 in Hollywood verstorben, gilt als Jahrhundertschauspieler.

mrmotomottoLorre war ruhelos, einer der unentwegt die Bleibe wechselte, der mit Geld nicht zurechtkam und sich wohl nur auf der Bühne und im Filmschaffen zurechtfand. SurpriseTours heftet sich an seine Fersen. Die illustren Filmfiguren, die Lorre gespielt hat, machen sich dabei selbständig und erzählen ihre eigenen Geschichten. Allen voran der japanische Detektiv Mr. Moto, der hier eine entscheidende Rolle spielen wird, weiters tauchen auf –ein kleptomanischer Taschendieb, ein falscher Professor, ein sadistischer Deutscher, ein russischer Agent, ein Kindermörder. Mysteriöses, das es zu entwirren gilt! Gut, dass Mr. Moto dabei ist!

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Der Künstlername „Lorre“ entstand aus der Verdrehung des Wortes „Rolle“ und wurde von Peter Lorre selbst erdacht. Im Wien der frühen 20er Jahre trat er als Stegreif-Schauspieler auf, er wurde mit Karl Kraus, Lotte Lenya und Alfred Adler bekannt usa slots. In Deutschland avancierte er schnell zum bekannten Theater- und Kinodarsteller. Er wurde Bertolt Brechts bevorzugter Schauspieler.

„Sie kommen für kleine Rollen nicht in Frage“, sagte Brecht zu ihm, 1928. „Sie kriegen meine nächste Hauptrolle.“ Die war dann ein junger Mann mit Pubertätserscheinungen in Marie-Luise Fleißers „Pioniere in Ingolstadt“, von Bert Brecht bearbeitet.

Die Rolle des Kindermörders in Fritz Langs M machte ihn zum Weltstar. 1933 versucht Goebbels, den Juden Lorre fürs NS-Kino zu gewinnen; Lorres Antwort-Telegramm nimmt Bezug auf seine berühmte Rolle in M: „Für zwei Mörder wie Hitler und mich ist in Deutschland kein Platz.“ Im Hollywood-Exil wird Lorre zum vielbeschäftigten Schauspieler, wie viele andere Exilschauspieler wird auch er oft als Nazi besetzt, brilliert als markanter Darsteller in vielen Nebenrollen, stellt Japaner, Russen, Deutsche, Österreicher dar. Mit seiner besonderen Stimme und der tragischen Sanftheit, die oft ins Hysterische wechselt, hat er sich ins Gedächtnis der Filmgeschichte eingeschrieben.

Kino unter Sternen (27.6. – 19.7.) widmet Peter Lorre (1904-1964) eine kleine Filmschau. Angefangen mit einer Folge von Alfred Hitchcock Presents über das große Technicolor-Cold-War-Musical Silk Stockings und ein Double-Feature des Meisterdetektivs Mr. Moto bis zu seiner einzigen Regiearbeit – Der Verlorene, eines der bleibenden Werke des deutschen Nachkriegskinos.

Termin: 22. Juni 14.00
Treffpunkt: siehe Foto (weitere Hinweise beim Facebook Event)

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