Die Einchecker 1 – „Kathrin“ 10

Fortsetzungsblog fürs digitale Pickerlalbum, Teil 1: Kathrin

Sie sind urban. Sie sind schnell. Sie sind überall und nirgendwo. Sie sind total 2.0 vernetzt und doch kennen sie wenige persönlich: Die Einchecker. Ihr Smartphone ist immer mit dabei, iPhone, Android- oder Windows-Phone, bestückt mit mobilen Apps und frischem Akku. Unterwegs wird virtuell ein Stück Stadt besetzt (der berüchtigte „Check-in“ auf Foursquare), dazu eine Empfehlung auf Tupalo.com hinterlassen und auf Facebook den Freunden bewiesen: Der „Mayor“ (Bürgermeister) war hier.

Auf einem Handy rumzufummeln und damit an irgendwelchen Orten einzuchecken, hat seine Sensation bereits im vorigen Jahr verloren, meinen die einen. „Einchecken mit Sinn macht Sinn“, entgegnet Kathrin, begleitet uns zu den SurpriseTours und organisiert zusammen mit ihren Kolleginnen Kay und Floor selbst urbane Rundgänge. Wer am öftesten da war, wird zum Platzhirschen, was 2012 in der Social-Media-Szene in etwa einem laut gedachten „ERSTER!!!11!!“ gleichkommt. Wir haben Kathrin unsere berühmten 5 Fragen gestellt. Natürlich als erste.

Kathrin aus Wien arbeitet bei Tupalo.com und checkt privat am liebsten mit Supergeekgirl Electrobabe ein.

1. Wie checkst du ein (verwendest du Foursquare oder andere Apps)?

Kathrin: Foursquare und Tupalo.com. Auf Facebook mach ich mir diese Mühe nicht, da ich bei Bedarf (wie bei Kate & Williams Hochzeit in der Westminster Abby) ohnehin von meinen, um mein Onlineleben besorgten, Freunden miteingecheckt werde. (Anmerkung: Lauter miese Geocheater, diese Freunde! Ts!)

2. Wo checkst du am liebsten ein?

Kathrin: Auf foursquare immer dort wo @electrobabe eincheckt. Wir freuen uns jedes Mal aufs Neue, wenn uns foursquare nach 3 gemeinsamen Check-ins in der Woche als BFFs bezeichnet <3 (Für alle, die die Paris Hilton Show nicht kennen: BFF = Best Friends Forever).

3. Wo würdest du gerne einchecken, hast es aber noch nie gewagt?

Kathrin: Es war einmal in Wien 5. Ich war am Weg zu einem Social Media Experten Treffen (aka Twittagessen) und wollte mir, während ich auf den Bus wartete, die Zeit etwas mit Social Media Stalking vertreiben. Als mir selbst das zu langweilig wurde, beschloss ich zur Unterhaltung bei der Busstation Pilgramgasse einzuchecken. Sollte ja schließlich jeder wissen, dass mir gerade langweilig war! Nun gut. Ich ließ mir also von Foursquare die “Places Near You” vorschlagen und stieß auf meinen bisherigen Lieblingsspot, der damals im übrigen noch unkategorisiert war und damit das Kopfkino so richtig zum Rotieren brachte: „PENETRATION“. Hm. Naja. Haha. Eingecheckt hab ich aber nicht. Denn: Was sollen denn da meine Foursquare “Freunde” denken?! Eben.

===Wir unterbrechen mit dieser werbefreien Bildergalerie mit Fotos von:
===Pyrker, @RiprapinWienChristian Schwarz, @Katzenkeks, Wieser und monochrom


Kathrin: Mittlerweile weiß ich, dass es sich bei Penetration um ein Tattoostudio und kein Rotlichtbeisl handelt. Eingecheckt hab ich trotzdem noch nie. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich wollte ja eigentlich eh schon immer ein Arschgeweih haben…

4. Wann hast du zum ersten Mal eingecheckt und warum?

Kathrin beim Einchecken

Kathrin: In meiner Wohnung. Ja, voll langweilig. Allerdings kann man sich dort ein Animal House Badge von Foursquare holen, weil sie als Studentenheim (oder so ähnlich) aufgesetzt ist. Hihi. Naja. Zumindest dachte ich das. Das Badge hab ich dort nie bekommen, da man Badges nur in Locations kriegen kann, die man nicht selbst getaggt hat (glaube ich zumindest), dafür ist jetzt ein Fremder Mayor bei mir. Ich bin sicher, er ist ein sehr netter Mensch.

5. Ist Einchecken noch zeitgemäß, oder schon längst „so 2011“?

Kathrin: Einchecken um des Eincheckens Willen ist total 2011. Einchecken um die Lage zu checken ist allerdings, wie ich finde, noch immer aktuell. Ich weiß, dank foursquare, wen ich wo treffen (oder vermeiden :P) kann und einer Bewertung auf Tupalo.com von einem User, der in der betreffenden Location eingecheckt hat, trau ich auch mehr. Will heißen: Einchecken mit Sinn macht Sinn. Und wenn’s dann auch noch Spaß macht ist die Location Based Service User Experience eigentlich perfekt! :-)

Wir sagen erstmal danke für das Interview an Kathrin. Weitere werden folgen, ihr dürft euch also fürchten.

Alles brav gelesen? Dann dürft ihr jetzt das Sammelpickerl (siehe unten) ausdrucken und ins Checkeralbum einkleben. Wenn ihr alle gesammelt habt, gibt’s (eh kloar) eine Überraschung – Surprise..! [Checkeralbum demnächst erhältlich bei einer SurpriseTour eures Vertrauens. Vielleicht schon am 5. Februar 2012 – siehe Facebook-Event!]

Sammelpickerl Nr.001 (zur freien Entnahme, inkl. Zitat):
„Ich bin Badgelor“ – Moritz

 

Fortsetzung folgt. Wer mag interviewt werden?